Für Eigentümer · Solarenergie im Mehrfamilienhaus
Ihr Warmwasser kann
Solarenergie speichern.
Elektrische Boiler sind bereits im Haus. HELYQ nutzt sie als Wärmespeicher und verschiebt das Aufheizen in die Sonnenstunden. Ein Batteriespeicher ergänzt die Versorgung für die Nacht.
Die Idee
Die Sonne liefert Strom.
Der Boiler hält die Wärme.
Wer Solarstrom selbst nutzt, vermeidet den entsprechenden Strombezug aus dem Netz. Bei elektrischen Warmwasserboilern lässt sich der Zeitpunkt des Verbrauchs gezielt verschieben: Das Wasser wird erwärmt, wenn die Sonne Strom liefert, und später im Haushalt genutzt.
HELYQ koordiniert dafür die Boiler, den Batteriespeicher und die Einspeisung. Wetterprognosen, Stromtarife und der Warmwasserbedarf bestimmen, wann welche Nutzung sinnvoll ist.
Die Wärme bleibt im Boiler. Der Batteriespeicher stellt dagegen wieder elektrischen Strom bereit – beispielsweise für Beleuchtung, Heizung und Umwälzpumpe.
Vorteile im Überblick
Mehr aus dem eigenen Dach.
Vorhandene Verbraucher nehmen Solarenergie dann auf, wenn sie verfügbar ist. Das verbessert die Nutzung der eigenen Erzeugung und reduziert den Netzbezug.
Die Badezimmer bleiben erhalten.
Im Beispiel erfolgt der Umbau ausschließlich in den elektrischen Hauptverteilern. Neue Steuerleitungen oder Temperatursensoren an jedem Boiler sind dafür nicht erforderlich.
Eine Steuerung, weitere Aufgaben.
Mit der vorhandenen Steuerung lassen sich auch Wärmezähler auslesen, Temperaturen anzeigen und Funktionen wie die Anzeige des Heizungsstatus ergänzen.
Das Haus hinter der Idee
In der Obersteiermark
bereits umgesetzt.
Ein Mehrfamilienhaus auf rund 600 Metern Seehöhe: fünf dauerhaft vermietete Wohnungen und zwei zeitweise genutzte Ferienwohnungen, insgesamt sieben elektrische Warmwasserboiler.
Auf dem südseitigen Dach mit rund 50 Grad Neigung arbeitet eine PV-Anlage mit 11 kWp. Dazu kommen ein Hybridwechselrichter und ein Hochvoltspeicher mit 10 kWh Kapazität, davon 8 kWh im eingestellten Betriebsbereich nutzbar.
Warmwasserboiler und Allgemeinstrom werden über den gemeinsamen Anschluss der Solaranlage versorgt. Die separaten Stromanschlüsse der Mieter und ihre Wahl des Stromlieferanten bleiben erhalten.

Wirtschaftlichkeit des Beispiels
Rund fünf Jahre.
Eine Rechnung, die sich nachvollziehen lässt.
Bei rund 8.500 kWh erfasstem Jahresverbrauch decken PV und Speicher rund 7.200 kWh. Etwa 1.300 kWh kommen aus dem Netz. Das entspricht rund 85 % solarer Deckung.
Diese Bilanz betrifft die von der Anlage versorgten Verbraucher, nicht den gesamten Stromverbrauch sämtlicher Mietwohnungen.
Einmalige Investition
| PV-Anlage, Installation und Wechselrichter | 12.000 € |
|---|---|
| Speicher inklusive Installation | 3.500 € |
| Steuerung, Einbau und Parametrisierung | 2.500 € |
| Gesamt | 18.000 € |
Jährlicher Nutzen im Rechenbeispiel
| Vermiedener Netzbezug7.200 kWh × 0,45 €/kWh | 3.240 € |
|---|---|
| Vergütete Einspeisung3.500 kWh × 0,14 €/kWh | 490 € |
| Gesamter Energienutzen | 3.730 € |
18.000 € ÷ 3.730 € = rund 4,8 Jahre
Die einfache Amortisation beträgt damit rund fünf Jahre. Gerechnet wird mit den Beispieltarifen von 45 ct/kWh für vermiedenen Netzbezug und 14 ct/kWh für Einspeisung. Der tatsächliche Einspeisetarif ist dynamisch; die Vergütung verändert sich mit den jeweiligen Viertelstundenpreisen.
Die Rechnung zeigt den Nutzen des Gesamtsystems vor laufenden Kosten, Finanzierung und Ersatzinvestitionen. Sie ist keine isolierte Bewertung der Steuerung. Verbrauch, Tarife und Investitionskosten bestimmen das Ergebnis im jeweiligen Gebäude.
Passt die Idee zu Ihrem Haus?
Besonders interessant
im Gebäudebestand.
Gute Voraussetzungen sind vorhandene elektrische Warmwasserboiler, geeignete Dachflächen und eine elektrische Verteilung, über die sich die Boiler einzeln erfassen und schalten lassen.
Für die erste Einschätzung helfen Angaben zur Anzahl der Wohnungen und Boiler, zum jährlichen Verbrauch und zu einer vorhandenen oder geplanten PV-Anlage.
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