Für Installationsbetriebe · Nachrüstung im Bestand
PV, Speicher und Boiler.
Als ein System gedacht.
HELYQ zeigt, wie vorhandene elektrische Warmwasserboiler in ein intelligentes Energiemanagement eingebunden werden können. Die Nachrüstung konzentriert sich auf die elektrische Verteilung – mit zusätzlichem Nutzen für Eigentümer und Bewohner.
Das Angebot weiterdenken
Eigenverbrauch entsteht
auch durch gutes Timing.
Eine PV-Anlage liefert Strom. Eine Batterie verschiebt einen Teil davon in spätere Stunden. Zusätzlich kann die gezielte Freigabe vorhandener Boiler Solarenergie als Warmwasser bevorraten.
Für Installationsbetriebe eröffnet das einen weiteren Ansatz bei der Planung: Erzeugung, thermische Speicherung, elektrischer Speicher und Lastmanagement werden gemeinsam betrachtet. Der Kundennutzen entsteht aus dem Zusammenspiel.
Das dokumentierte Projekt verbindet sieben Boiler, 11 kWp PV und 10 kWh Batteriespeicher. Die Gesamtinvestition beträgt 18.000 €; auf Steuerung, Einbau und Parametrisierung entfallen 2.500 €. Dies sind Kosten des konkreten Projekts, kein pauschales Angebot.

Einbau
Die Technik sitzt
im Verteiler.
Pro Boiler werden ein Schütz und ein Energiezähler vorgesehen. Die WAGO-Steuerung liest Messwerte aus und gibt die Ladung einzeln frei. Im Referenzprojekt mussten dafür keine Badezimmer geöffnet oder neue Sensorleitungen zu sämtlichen Boilern verlegt werden.
Die elektrische Leistungsaufnahme dient zur Erkennung des Ladeendes. Beendet der Boiler bei anliegender Spannung die Stromaufnahme, vermerkt die Steuerung ihn als geladen.
Die fachgerechte Auslegung der Schaltgeräte, Leitungen und Schutzorgane sowie die elektrischen Einbauten liegen beim ausführenden Fachbetrieb.
Projektplanung
Vom Bestand zur passenden Parametrierung.
Gebäude und Verbrauch.
Boileranzahl, Nennleistungen, Nutzungsprofile, Verteilungen und Zuleitungen aufnehmen. PV-Anlage, Speicher und bestehende Messmöglichkeiten einbeziehen.
Leistungsgrenzen festlegen.
Boiler zu Verteilgruppen zusammenfassen. Zulässige Gruppenleistung, Gesamtleistung und Netzbezugsleistung getrennt festlegen. Messung und Schaltung je Boiler planen.
Den Betrieb abstimmen.
Geräteanbindung, Wetter- und Tarifdaten einrichten. Ladearten, Sonderladungen und Meldungen auf die tatsächliche Gebäudenutzung abstimmen.
Bestehende Anschlüsse
gezielt zusammenführen.
Im Beispiel werden Warmwasserboiler und Allgemeinstrom elektrisch mit der PV-Anlage an einem Anschluss zusammengeführt. Die separaten Anschlüsse der Mieter bleiben bestehen.
Die Schnittstellen zur bestehenden Installation und das Messkonzept sind deshalb Teil der Planung. Die Energieerfassung pro Boiler macht den Verbrauch einzeln nachvollziehbar.
Die technische Basis
- WAGO-PLC mit parametrierbarer CODESYS-Software
- MODBUS RTU mit 19.200 Baud
- Messwerte von Wechselrichter, Batterie und Energiezählern
- Wetterprognosen und Viertelstundentarife über APIs
- Individuelle Boilerfreigabe und abgestufte Leistungsgrenzen
- Fernübersicht, Tages- und Monatswerte sowie Fehlermeldungen
Zusatznutzen
Die Infrastruktur
kann mehr.
Ein zusätzliches M-Bus-Modul liest im Projekt monatlich die Heizwärmezähler der Wohnungen aus und versendet die Messwerte per E-Mail. Diese Fernablesung nutzt die vorhandene Steuerung, greift aber nicht in die Heizungsregelung ein.
Auch die Anzeige von Außen-, Vorlauf- und Rücklauftemperatur sowie eines leicht zugänglichen Boilers ist eingebunden. Weitere Funktionen wie die Anzeige des Heizungsstatus lassen sich ergänzen.
Ein umgesetztes Konzept
als Anregung.
Ich bin Eigentümer des Hauses und Elektrotechniker mit HTL-Ausbildung. Das Konzept und technische Design stammen von mir; ich habe die Steuerung eingebaut und programmiert. Die elektrotechnischen Einbauten übernimmt ein Fachmann vor Ort.
Ich möchte zeigen, wie sich die Idee in einem bestehenden Gebäude nutzen lässt, und mich mit interessierten Installationsbetrieben dazu austauschen.
Kontakt zum Projekt